eSIM-Fähigkeit des Smartphones prüfen – EID und Menüpunkt eSIM hinzufügen

Ist mein Handy eSIM-fähig? Die vollständige Geräteliste 2026

Zuletzt geprüft: 05.09.2026

Kurz gesagt: Wähle *#06# auf deinem Handy. Erscheint neben der IMEI eine EID, ist ein eSIM-Chip verbaut. Als Faustregel gilt: iPhone ab XR und XS (2018), die meisten Android-Oberklassegeräte ab 2020. Der sichere Beweis ist aber nicht das Modell, sondern der Menüpunkt „eSIM hinzufügen" in deinen Einstellungen.

Inhalt

Der 20-Sekunden-Test

Jede Geräteliste im Internet ist an dem Tag unvollständig, an dem sie veröffentlicht wird. Es gibt jedes Jahr hunderte neue Modelle, dazu regionale Varianten desselben Geräts. Deshalb steht hier der Test vor der Liste.

Test 1 – die EID. Öffne die Telefon-App und wähle *#06#. Es öffnet sich ein Fenster mit IMEI, Seriennummer und – wenn ein eSIM-Chip verbaut ist – einer EID. Das ist eine 32-stellige Zahl.

Test 2 – der Menüpunkt. Der ist aussagekräftiger. Ein Chip kann verbaut, die Funktion aber vom Hersteller für deine Verkaufsregion deaktiviert sein. Entscheidend ist deshalb, ob es diesen Menüpunkt gibt:

  • iPhone: Einstellungen → Mobilfunk → eSIM hinzufügen
  • Samsung: Einstellungen → Verbindungen → SIM-Manager → eSIM hinzufügen
  • Google Pixel: Einstellungen → Netzwerk & Internet → SIMs → SIM hinzufügen
  • Andere Android-Geräte: in den Einstellungen oben nach eSIM suchen

Gibt es den Punkt, funktioniert eine Reise-eSIM. Gibt es ihn nicht, hilft auch keine Liste weiter.

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Apple: iPhone und iPad

Bei Apple ist die Lage übersichtlich: Jedes iPhone ab dem iPhone XR und XS aus dem Jahr 2018 unterstützt eSIM. Das gilt für XR, XS, XS Max, 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 17 in allen Varianten, ebenso für die SE-Modelle ab der zweiten Generation.

Drei Dinge, die dabei oft untergehen:

  • Zwei aktive eSIMs gleichzeitig gibt es erst ab dem iPhone 13. Ältere Modelle speichern zwar mehrere Profile, aber nur eines läuft neben der Nano-SIM.
  • Das iPhone Air ist weltweit eSIM-only – es hat gar keinen SIM-Schacht mehr. Für Reise-eSIMs ist das kein Nachteil, sondern eher praktisch.
  • iPhone 17, 17 Pro und 17 Pro Max sind in zwölf Ländern eSIM-only verkauft worden, unter anderem in den USA, Kanada, Japan, Mexiko und den Golfstaaten. In Deutschland und Österreich haben diese Modelle weiterhin einen Nano-SIM-Schacht. Wichtig wird das, wenn du dein Gerät im Ausland gekauft hast.

Die Ausnahmen bei importierten Geräten: In Festlandchina verkaufte iPhones haben traditionell zwei Nano-SIM-Schächte statt eSIM – nur iPhone 17e und iPhone Air unterstützen dort eSIM. Auch einzelne Modelle aus Hongkong und Macau kommen mit zwei physischen Schächten statt eSIM. Wenn dein iPhone über einen Graumarkt-Händler kam, mach unbedingt den Test von oben.

iPads: eSIM funktioniert nur in den Cellular-Varianten, also den Modellen mit Mobilfunk. Betroffen sind iPad Pro ab der 3. Generation, iPad Air ab der 3. Generation, iPad mini ab der 5. Generation und das reguläre iPad ab der 7. Generation.

Android: die Regel und die Ausnahmen

Bei Android ist es unübersichtlicher, weil derselbe Modellname je nach Verkaufsregion unterschiedlich ausgestattet sein kann. Die grobe Regel: Oberklassegeräte ab 2020 können eSIM, Einsteigergeräte meistens nicht.

Samsung Galaxy. Die S-Reihe unterstützt eSIM ab dem Galaxy S20, ebenso die Note-20-Reihe und alle faltbaren Z Fold und Z Flip. In der Mittelklasse kam eSIM erst später dazu, verlässlich etwa ab dem A54 und A55. Achtung bei FE-Varianten und bei Geräten aus außereuropäischen Märkten – dort gibt es Modelle ohne eSIM trotz gleichem Namen.

Google Pixel. eSIM gibt es seit dem Pixel 3, breit nutzbar ist sie ab dem Pixel 4. Alle Pixel ab der 6er-Reihe unterstützen zusätzlich Dual-SIM aus eSIM und Nano-SIM parallel. Bei sehr alten Pixel-Modellen war die eSIM teilweise an einzelne Netzbetreiber gebunden.

Xiaomi. Nur bestimmte globale Varianten der Oberklasse, etwa aus den Serien 13, 14 und 15. Innerhalb derselben Serie gibt es Modelle mit und ohne eSIM. Hier ist der Test Pflicht.

Motorola. Die faltbaren Razr-Modelle und die Edge-Reihe unterstützen eSIM.

Huawei. Ab P40 und den neueren P- und Mate-Serien grundsätzlich möglich. Beachte, dass auf diesen Geräten die Google-Dienste fehlen – für die eSIM selbst spielt das keine Rolle, für dein Reise-Setup mit Google Maps aber schon.

Honor, Oppo, Nothing, Fairphone und andere. Einzelne Modelle unterstützen eSIM, aber es gibt keine durchgängige Regel. Test machen.

Die vier Fallen

Diese vier Fälle sind der Grund, warum ein Gerät mit eSIM-Chip trotzdem keine Reise-eSIM annimmt.

Falle Woran du sie erkennst Was du tun kannst
SIM-Lock Gerät kam aus einem Vertrag mit subventioniertem Preis; fremde Profile werden abgelehnt Entsperrung beim eigenen Anbieter beantragen – nach der Mindestlaufzeit meist kostenlos
Regional deaktiviert EID vorhanden, aber kein Menüpunkt „eSIM hinzufügen"; typisch bei Importgeräten Lässt sich nicht nachrüsten. Zweitgerät nutzen oder lokale SIM-Karte
Firmenhandy Verwaltetes Gerät, Menüpunkte fehlen oder sind ausgegraut IT-Abteilung fragen – die Sperre ist eine Richtlinie, keine Hardware-Grenze
Alte Software Menüpunkt heißt anders oder fehlt trotz passendem Modell System-Update installieren, dann erneut prüfen

Schnellübersicht

Marke eSIM ab Worauf du achten musst
Apple iPhone XR / XS (2018) China-, Hongkong- und Macau-Modelle prüfen
Apple iPad nur Cellular-Modelle der genannten Generationen WLAN-only-Modelle können es nicht
Samsung Galaxy S S20 (2020) FE- und Auslandsvarianten prüfen
Samsung Galaxy A etwa ab A54 / A55 ältere A-Modelle meist ohne eSIM
Samsung Z Fold / Flip alle Generationen
Google Pixel Pixel 3, breit ab Pixel 4 sehr alte Modelle teils netzgebunden
Xiaomi einzelne Modelle ab Serie 13 Test unbedingt machen
Motorola Razr und Edge
Huawei P40 und neuere P/Mate keine Google-Dienste an Bord

Stand 05.09.2026, zusammengestellt aus den Herstellerangaben von Apple und den Geräteangaben der jeweiligen Hersteller. Regionale Varianten können abweichen – im Zweifel zählt der Test aus dem ersten Abschnitt.

Häufige Fragen

Mein Handy zeigt eine EID, aber ich finde keinen eSIM-Menüpunkt. Warum?

Dann ist der Chip verbaut, die Funktion für deine Geräteversion aber nicht freigeschaltet. Das kommt bei Importgeräten und einzelnen regionalen Varianten vor und lässt sich leider nicht nachrüsten.

Kann ich eSIM nachrüsten?

Nein. Der eSIM-Chip ist fest verlötet. Was es gibt, sind Adapterkarten in Nano-SIM-Form, die ein eSIM-Profil aufnehmen – die funktionieren aber unzuverlässig und wir empfehlen sie nicht.

Brauche ich einen freien SIM-Schacht?

Nein. Die eSIM belegt keinen Schacht. Deine deutsche SIM-Karte kann drin bleiben – das ist genau der Sinn der Sache.

Funktioniert eine Reise-eSIM auf einer Smartwatch?

In der Regel nicht. Uhren mit Mobilfunk nutzen meist eine Zusatzkarte, die an deinen Vertrag gekoppelt ist, und akzeptieren keine fremden Datenprofile.

Was ist, wenn ich mir vor der Reise ein neues Handy kaufe?

Installiere die eSIM erst auf dem neuen Gerät. Viele Reise-eSIMs lassen sich nur einmal installieren, ein Umzug ist danach nicht garantiert.

Und wenn ich es gekauft habe und es passt doch nicht?

Schreib uns an contact@esimreise.com. Wenn die eSIM auf deinem Gerät nicht aktiviert werden kann, bekommst du dein Geld zurück.

Erst prüfen, dann kaufen.

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Autor: Valentin Zbranca, Gründer von esimReise. Wir bekommen die Frage „passt das auf mein Handy?" häufiger als jede andere – dieser Artikel ist die Antwort, die wir sonst per E-Mail schreiben.

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